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ponyaddicted

Ponies, Freundschaft, Muffins!

Seid gegrüßt, ich bin der James, und ich bringe euch heute mal einen kleinen Bericht von mir bezüglich meines Besuches der diesjährigen Bronycon. Viel Spaß beim Lesen!

Tja. Wo soll ich anfangen? Ich habe bisher regelmäßig seit September 2011 die BronyCon besucht, gefolgt von der Convention im Januar 2012 und der im Sommer 2012; somit war dies meine 4. BronyCon.

Seit dem letzten Jahr hat sich einiges getan. Von New Jersey ist das Convention Team nach Balitmore gezogen, und statt rund 4000 haben diesmal 8000 Attendees an der Convention teilgenommen. Und im großen und Ganzen kann ich sagen, dass die Convention gut verlaufen ist, wenngleich ich auch keine Überraschungen erlebt habe. Aber darauf möchte ich nun im Detail eingehen.

Am 1. August bin ich mit dem Bus von New York nach Baltimore gelangt, wo ich von Penn Station (Bahnhof) mit dem Taxi weiter zum Convention Center gefahren bin. Das Convention Center von Baltimore ist ein ziemlich großer Bau mit mehreren Ebenen, Ballsälen sowie kleinen Räumen, welches zudem über einen Brückenbau mit dem nebenan gelegenen Hotel Hilton verbunden war.

Die Größe der Halle war beachtlich. Man hatte schon einige hundert Meter zu laufen, wenn man von einer Veranstaltung zur nächsten kommen wollte. So befand sich etwa die Vendor’s Hall, wo die Händler untergebracht waren, im Kellergeschoss, während der große Ballsaal, wo größere Panels sowie die BronyPalooza stattfand, im 4. Stock. Dazwischen befanden sich auf der 3. Etage etwa ein duzend kleinerer Räume für weitere Panels, eine Arcade-Halle, ein eingerichtetes Kino, das Traveling Pony Museum und Ähnliches.

Zunächst möchte ich auf die Vendor-Hall, also den allgemeinen Verkaufsraum der Convention, eingehen. Dieser hatte in etwa die Außmaße einer großen Turnhalle und war vollgestopft mit Händlern, die Merchandise aller Arten Feilboten, offiziellen Merchandise wie auch, natürlich, viel Stoff von Fans. Von Krawatten über Sturmfeuerzeuge, Brotdosen, Seifen, Uhren und ähnlichem war wirklich alles zu haben. Interessant ist hierbei zu erwähnen, dass Fankünstler der Szene, bekannt aus deviantART, Tumblr und anderen Plattformen, ebenfalls mit dem anderen Händlern in dieser Halle untergebracht waren, wie die Charity-Organisationen und einige offizielle Autogrammstände ebenfalls – hierfür war keine seperate Artist’s Alley eingerichtet worden, aber dies war auch in den vorangegangenen Conventions nicht der Fall gewesen.

Die Fanartisten baten das übliche an – Poster, Live-Commissions vor Ort, Plüschtiere (Teils zu horrenden Preisen), Buttons zum Anstecken, kurz: was das Bronyherz begehrt. Anwesend waren mehrere Künstler, die zumindest mir Vertraut waren – Pallette Swap etwa, Chocolate Pony, Dreatos und andere mehr oder weniger bekannte Gesichter gaben sich hier ein Stelldichein. Auch Jitterbug Jive, Urheber des DiscordHooves-Blocks, ließ sich in der Vendor Hall einmal blicken, wenngleich er auch keinen Stand hier unten hatte.

Viel Aufsehen erregte aber vor allen Dingen der Tisch von Andy Price, Katie Cook und Heather Breckel, welche mit am offiziellen MLP-FiM Comic von IDW arbeiten. Wer hier ein Autogramm oder eine Zeichnung haben wollte, musste schonmal eine Wartezeit von einer Stunde in Kauf nehmen.

60sRarity

Eine für mich angefertigte 60s Rarity von Andy

Direkt nebenan befand sich der Autogramm-Booth von Michelle Creber, welche auch zur Con angereist war. Hier stieß mir hier abermals der Wahnwitz von Fans in Bezug auf Autogramme auf – wollte sich ein Fan von den anwesenden VIPs (Ausgenommen der Comiczeichner) Autogramme holen, so mussten diese vorher in einer separaten Halle gekauft werden – ein Voucher für ein Autogramm kostete hierbei 20 bis 40 Dollar. Gut, jeder muss wissen, was ihm so ein Autogramm wert ist – mir jedenfalls ist das zu bekloppt. Vor allen Dingen störte es mich, dass Michelle Creber, die ja nunmal oblgeich all ihrer Qualitäten und Talente ein Mädchen von 13 Jahren ist, über mehrere Stunden (vielleicht 5 bis 6) in ihren Booth saß und nichts anderes machte als Autogramme auszugeben und Hände zu schütteln (Oder was Fans halt mit Stars beim Autogrammstand so anstellen). Jedenfalls bereitet es mir ein leichtes Unbehagen, Minderjährige schon so sehr zum Geldeintreiben einzuspannen – aber nunja.

Stichwort Michelle Creber – die Gute ist ja bei der Bronypalooza, also der Rave-Party der BronyCon, aufgetreten mit BlackGriffon, LivingTombstone sowie ihren Eltern, wobei hier auch noch andere Brony-Musiker sich die Klinke in die Hand gaben – Phillipu, EurobeatBrony, MictheMicrophone und andere. Dumm nur, dass ich sie leider nicht sehen konnte, ebenso wie zig andere Bronies an dem Abend, obgleich wir dies gerne getan hätten. Als ich um 8 Uhr Abends nämlich zum Ballsaal, in welchem der Rave stattfand, über die Rolltreppen hochfahren wollte, waren diese abgesperrt und bewacht, und es bildeten sich Menschentrauben vor ihnen. Wie sich herausstellte, hatte der zuständige FireMarshall gehörig Manschetten gehabt, weiter Leute in den Ballsaal im vierten Stock zu lassen, und das mit guten Grund.

Der Raum war zu diesem Zeitpunkt vielleicht zu einem Fünftel gefüllt, aber selbst diese Menschenmenge, zappelnd und auf und ab springend reichte aus, um die GESAMTE CONVENTIONHALLE erzittern zu lassen. Kein Witz – ich saß früh morgens gegen 2 Uhr noch mit einem Kumpel in einem Korridor im 2. Stock, und ein Fernseher an der Wand bebte, die Fensterscheiben klirrten leicht, und man spürte ein Auf-und Abwabern im Stuhl, in dem man saß. Beängstigend. Was lernen wir daraus? Raves im 4. Stock sind an für sich keine gute Idee.

Von Gesichtspunkt der Celebrities war diesmal niemand der Mane Six vertreten. Jedenfalls, wenn man Cathy Weseluck, die Stimme von Spike (und Major Mare), nicht dazuzählt (was ich skandalös finde. Hauptbesetzung nur für Ponies? Frechheit). Dazu kamen neben die schon erwähnten Michelle Creber (AppleBloom) noch Maddy Peters (Scootaloo), Nicole Oliver (Celestia und Cheerilee), Lee Tockar (Steven Magnet und Snips) und Brenda Crichlow (Zecora). Aber auch Amy Keating Rogers aus der Riege der Schreiberlinge war mit ihrer Ukulele vertreten ebenso wie M.A. Larson. Gerade Herrn Larson habe ich mehrmals auf der Con umhertingeln und für Fotos posieren gesehen.

Abgesehen von vorhersehbaren Panels, wie etwa der Synchronsprecherbefragung (logisch) wurde ein wirklich breites Spektrum angeboten. Neben festen Einrichtungen wie dem Traveling Pony Museum (wo meine Pinkie Pie auch ausgestellt wird, wenn ich sie nicht gerade auf der Convention mit mir herumschleppte) gab es auch Workshops in Bezug auf Fragen, wie ein Fanfic geschrieben oder ein Pluschie genäht oder ein Online-Comic gezeichnet und aufgebaut wird.

Auch wurden Teils weitere Fanprojekte vorgestellt, wie etwa der Momentan noch unfertige 3. Teil von „Ponies the Anthology“ oder Blicke hinter die Kulissen der BronyDoc. Ich habe von diesen Workshops allerdings keinen besucht – teils, weil mir das Interesse fehlte, oder weil die Veranstaltungen, die ich besuchen wollte, auf andere Zeitpunkte verschoben wurden. Das Conheft mit den genannten Zeiten war hier wirklich nutzlos – wer genaue Daten haben wollte, musste hier Online nachprüfen, ob das Panel, was man zu besuchen gedachte, überhaupt noch stattfand! Lästig. Aber für Conventions, wie ich inzwischen weiß, nicht wirklich ungewöhnlich. Interessant war allerdings, dass ich hier das erste mal von Ashley Ball’s geplanter Doku über Bronies hörte – sie hält sich, zumindest Con-Technisch, von den Fans für gewöhnlich ja eher fern.

Die Schiere Masse der Bronies, welche sich nach den oben genannten Zahlen seit der letzten Con ja verdoppelt haben sollte, viel währen des normalen Con-Betriebs nicht auf. Durch die Größe der Convention-Halle und der vielen Panels konnten sich alle anwesenden Bronies gut verteilen, und ausgenommen vom ersten Tag, wo sich eine kleine Schlange vor der Vendor Hall gebildet hatte, und dem Malheur bei BronyPalooza kam man eigentlich immer in jede Veranstaltung, in die man auch wollte. Naja. Teils wurden auch noch wenige Veranstaltungen um 10 Uhr nachts Angeboten, wie etwa „Equestria After Dark“. Da hatte sich am Samstag Abend eine mehrere Meter lange Schlange gebildet… Wobei ich nun nicht weiß, ob dies der Tatsache verschuldet ist, dass zu diesem Zeitpunkt die Vendor Hall sowie andere Panels bereits geschlossen waren, oder dass die Thematik einfach Leute anzog… Clop clop clop? ^^

Und natürlich muss ich die Anmeldung für Badges, also Eintrittskarten, nochmal erwähnen. Wer hier keinen Sponsorpass oder Ähliches Hatte, musste sich nämlich in die normale Wartereihe zum Abholen der vorbestellen Pässe stellen – und die war am Donnerstag sicher gut und gerne einen halben Kilometer lang. Eine Leute haben wohl von 8 Uhr Abends bis in die frühen Morgenstunden warten müssen, bis sie ihre Pässe hatten – ich empfehle hier wirklich, extra ein wenig Geld zu investieren und sich einen Sponsor-Pass zu holen. Ich zumindest hätte keine Lust, nach Stunden der Anreise auch noch Ewig in der Warteschleife für das normale Con-Ticket zu hängen.

Des weiteren kann ich vielleicht noch sagen, dass Baltimore, wenngleich die Convention Hall an für sich schön und groß ist, keine sehr schöne Stadt ist. Sie gilt für amerikanische Verhältnisse als Gefährlich und weißt eine hohe Kriminalität auf, und es war nicht ratsam, sich außerhalb des Touristenviertels, in welchem die Convention stattfand, aufzuhalten. Und selbst dann war man nicht unbedingt sicher – so habe ich erfahren, dass einige Conventionbesucher überfallen wurden.

Traurige Krönung dabei ist wohl die Geschichte von dem Mädchen, die mit ihrer Life-Size Twilight Plushie vor dem Haupteingang von 4 Pennern angesprungen wurde, wobei diese an ihrer Twilight zerrten aus purer Schadenfreude am Zerstören. Sie hat sie zum Glück nachher wieder reparieren können, aber trotzdem – schön ist das nicht, und bei den anderen Conventions in New York oder New Jersey war dies bisher nicht vorgekommen. Wenn man denn die Convention Hall verließ, dann wohl nur, um zu seinem nahe gelegenem Hotel oder der Restaurantmeile zu gelangen – und hier bekam man Nahrungstechnisch alles, was man brauchte. Wie gesagt – größere Sightseeingtrips würde ich in Baltimore nicht empfehlen, jedenfalls nicht, falls man das Touristenviertel zu verlassen gedenkt. Hier kann man allerdings das wohl größtere Aquarium der USA sowie ein nettes Segelschiff und andere Attraktionen und Museen bewundern – wenn man es denn so will.

Abschließend kann ich sagen, dass die Convention in Ordnung war. Sie war mit 8000 bis 9000 Besuchern die bislang größte Brony-Convention überhaupt und hat ein reichhaltiges Gebot für jeden Geschmack geboten, wobei Schnitzer bei der Convention-Organisation allerdings nicht ausgeblieben sind, wenngleich das Con-Team eine an für sich gute Arbeit verrichtet hat. Wer plant, in die USA zu fliegen und die Con zu besuchen und bereit ist, den leicht kritischen Standort der Convention in Kauf zu nehmen (Und, soweit ich Gerüchten glauben schenke, will das Convention Team erstmal in Baltimore bleiben), wird sicher ein schönes Con-Erlebnis bekommen, da wirklich nette Menschen aller Arten hier anreisen – auch andere Deutsche habe ich hier getroffen. Ich für meinen Teil hatte eine schöne Zeit, werde aber, einfach aufgrund des Kostenfaktors (Nach Amerika zu fliegen ist zu dem Zeitpunkt nunmal verflucht teuer) in Zukunft wohl eher auf die GalaCon oder auf BUCK in England ausweichen. Wenngleich das auch bedeutet, dass ich meine Pinkie (auch bekannt als MonsterPie) in Zukunft seltener sehen werde …

PinkieMilkshake

Immer für einen Milkshake zu haben: MonsterPie während der Convention